Marlene und Annika bei der Bayerischen

Der Ausflug zur malerischen Kulisse auf Burg Wernfels ist mittlerweile fester Bestandteil der zweiten Osterferienwoche für die Giss Mädels geworden. In Deutschlands meistbesuchtem Schullandheim kämpft die bayerische Schachelite der Mädels um die Krone. In diesem Jahr sind wir auf bayerischer Ebene auch nur bei den Mädchen vertreten. Bei den Buben gab es keine Dillinger Beteiligung, da Yining als deutscher Meister bereits für die deutsche Meisterschaft vorqualifiziert ist und deswegen am Grenke Schachopen teilnahm (Hier geht es zu den Ergebnissen).

Zurück zur Bayerischen in Wernfels. Sowohl Annika als auch Marlene starteten mit großen Ambitionen in das Turnier. In ihren Altersklassen dürfen durch gute Ergebnisse aus den Vorjahren die ersten drei Plätze zu den Deutschen Meisterschaften fahren. Auf dem Papier hatten beide Chancen. Marlene war in der U10 auf Platz vier der Setzliste, Annika war durch starke Turniere in der Vergangenheit sogar auf dem zweiten Platz gelistet.

Der Start war super. Beide holten den vollen Zähler. Aber schon in Runde zwei musste Marlene gegen ihre schwäbische Kontrahentin aus Augsburg Yasmina Abdullayeva Federn lassen. Durch starke Siege in Runde drei und vier, sogar gegen die Topgesetzte, kämpfte sie sich aber mit drei Punkten aus vier Partien wieder ins Turnier zurück. Leider verlor sie daraufhin den Faden und verlor die letzten drei Partien in Folge, wobei sie starke Gegnerinnen hatte. Am Ende landete sie mit der besten Buchholz aller Spielerinnen nur auf Platz 10.

Annika gewann die ersten beiden Runden souverän. In Runde drei fand das Spitzenspiel gegen Isabella Artemenko statt. Im Verlauf spielte Annika ein starke Partie und konnte sich sogar einen Vorteil erspielen, den sie in Zeitnot aber wieder hergab. In schwieriger Stellung wählte sie den falschen Plan, der sie die Partie kostete. Runde vier gewann Annika wieder souverän. In Runde fünf stand wieder ein schwieriger Kampf gegen die Nr. 3 Sophie Chenxin Zhong auf dem Programm. Sophie zeigte sich top vorbereitet und gewann die Partie aus der Eröffnung. Wir kennen aber Annikas Kampfwillen, sie ließ sich vom Verlust nicht entmutigen und gewann in Runde 6 ohne Probleme, wodurch sie wieder im Rennen für die Quali war. Doch ausgerechnet, bzw. wie zu erwarten, musste sie in der letzten Runde gegen ihre Freundin Miriam Gubler spielen. Bei Miriam ging es auch um die Quali, weswegen ein spannendes Spiel zu erwarten war. Die Partie war in der Tat sehr wild. Nach über drei Stunden Spiel einigten sich die beiden aber in Zeitnot auf ein Unentschieden. Durch das Unentschieden waren Miriam und Annika punktgleich. In der dritten (!) Feinwertung ging der dritte Platz aber an Miriam, Schach kann manchmal hart sein.

Was bleibt, sind die tollen Erinnerungen an das top organisierte Turnier. Ein dickes Dankeschön an die Organisatorinnen, die mit kreativen Ideen und viel Herzblut den Mädchen das Turnier ermöglichten. Hier findet ihr noch den offiziellen Bericht der bayerischen Schachjugend.


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