Deutliche Niederlage der Ersten gegen den Tabellenletzten

Durch den Sieg gegen Kempten in der 6. Runde hatten wir den Klassenerhalt in der Regionalliga bereits gesichert. So konnten wir entspannt in den Mannschaftskampf gegen Haunstetten 2 gehen, die bislang am Ende der Tabelle rangierten. Allerdings waren wir stark ersatzgeschwächt.

Ich holte am Spitzenbrett mal wieder mein Standardergebnis in dieser Saison, ein Remis. Mit Schwarz kamen für mich zahlreiche Opfer von Springer oder Läufer in Frage, die allerdings nach meiner Berechnung alle nicht genug Kompensation einbrachten. Die Berechnung kostete leider sehr viel Zeit. So ging ich auf die angebotene dreimalige Stellungswiederholung ein.

Uli Kapfer an Brett 5 kam mit Schwarz sehr gut aus der Eröffnung. Er wählte dann einen weniger ambitionierten Plan und die Partie verflachte. Folgerichtig wurde auch hier der Punkt geteilt.

Annika feierte ihr Debüt in der 1. Mannschaft am 8. Brett. Scheinbar war sie doch etwas nervös, sie stellte nämlich bedauerlicherweise bereits im 4. Zug eine Figur ein. Danach kämpfte sie zwar noch lange, konnte die Niederlage aber nicht mehr verhindern.

Yining konnte sich an Brett 6 immerhin ein Remis erkämpfen. Durch einen frühen taktischen Schlag konnte er schnell einen Bauern gewinnen. Anschließend entblößte er aber unnötig seinen König und bot dem Gegner Angriffschancen. Um diese abzuwehren, musste er seine Figuren passiv stellen und konnte nicht mehr als den halben Zähler holen.

Uli Bäuml hatte an Brett 4 neben Yining die aussichtsreichste Stellung. Er hatte durchgehend Raumvorteil, den er durch Umgruppierungen auszunutzen versuchte. Am Ende konnte sein Gegner aber eine uneinnehmbare Festung aufbauen und Uli stellte die Gewinnversuche ein.

Peter holte dann am 7. Brett auch schon unseren letzten halben Punkt für uns. Optisch stand er ab Anfang an recht aussichtsreich, viel zu holen war aber trotzdem nicht. Beim Übergang ins Endspiel ließ Peter seinen Läufer auf a1 einsperren, der aber immerhin einen feindlichen Springer band. Das Endspiel war die meiste Zeit in der Remisbreite, Peters Gegner ließ aber auch mehrere Gewinnmöglichkeiten verstreichen.

Helene entschied sich an Brett 3 für einen zu ambitionierten Bauernvorstoß, der sich prompt rächte und sie mit einem Bauern weniger und gedrückter Stellung zurück ließ. Später hatte sie kurz die Gelegenheit, wieder ins Spiel zu kommen, sah diese aber nicht. Der Rest war Technik.

Vitus hatte mal wieder die längste Partie des Tages. Er stand mit Weiß eigentlich sehr aussichtsreich. Dann sah er aber Gespenster und gab eine Figur gegen drei Bauern. Sein dadurch entstehender Angriff war leicht abzuwehren. Da Vitus‘ übrige Figuren nicht koordiniert waren, geriet er schnell ins Hintertreffen. Er konnte das Unvermeidliche zwar noch hinauszögern, musste letztendlich aber doch die Waffen strecken.

Damit stand das Endergebnis mit 2,5 – 5,5 fest. Wir rutschen damit in der Tabelle etwas zurück auf den 5. Platz. Weiter geht es am 22. März daheim gegen den Tabellenführer Schachfreunde Augsburg 2.


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